News-Blog

Employer Branding in Zeiten des Fachkräftemangels gezielt einsetzen!

29.07.2019, von Maxine Gerigk
Die Einflussfaktoren eines erfolgreichen Employer Brandings
Beim Employer Branding sind sowohl die ökonomischen als auch sozialen Faktoren mit einzubeziehen. Bildquelle: magele-picture-stock.adobe.com
Umsetzung eines erfolgreichen Employer Brandings
Soziale Faktoren für das Employer Branding befassen sich unter Anderen mit dem Arbeitsklima oder mit der flexiblen Arbeitsplatzgestaltung und sind entscheidende Maßnahmen, um Teamwork im Unternehmen zu fördern. Bildquelle: Photographee.eu-stock.adobe.com

In Zeiten des demografischen Wandels fällt es Unternehmen besonders schwer, junge und qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Nur mit dem wirtschaftlichen Erfolg zu prahlen genügt hier schon lange nicht mehr. Das Unternehmen muss also eine ausgeklügelte Strategie entwickeln, um sich als attraktive Arbeitgebermarke von der Konkurrenz abzuheben.

Doch wie gelingt es beim Recruiting die richtige Zielgruppe anzusprechen und welche entscheidende Rolle spielt dabei das Employer Branding?

Hierfür sind klare Maßnahmen für das Personalmarketing zu treffen - sowohl intern als auch extern.  Um Ziele, wie die Qualität und Anzahl der Bewerber zu steigern und eine Identifikation der bereits gewonnenen Arbeitnehmer mit dem Unternehmen erfolgreich umzusetzen, ist das Employer Branding notwendig. Die Definition des Employer Branding ist also, als Unternehmen eine strategische Vorgehensweise zu erarbeiten, um sich als attraktiven Arbeitgeber im Arbeitsmarkt zu präsentieren. 

Welche Maßnahmen müssen für ein erfolgreiches Employer Branding getroffen werden?

Zunächst ist es wesentlich, die Werte des eigenen Unternehmens klar zu definieren und diese anschließend im Recruiting-Prozess einzusetzen. Somit ermöglicht es auch dem potentiellen Bewerber eine Identifikation mit der Unternehmensmarke. Außerdem gestattet es dem Unternehmen als Arbeitgeber eine klare Positionierung und Abgrenzung von der Konkurrenz. Werte, die die Unternehmenskultur und die eigenen Stärken des Unternehmens aufzeigen, sind das Aushängeschild einer Arbeitgebermarke. 

Zum internen Employer Branding zählen jedoch auch weitere bedeutende Faktoren. Beginnen wir mit dem Arbeitsklima, denn sind die bestehenden Mitarbeiter zufrieden, können diese effektiv als Markenbotschafter fungieren und die Sympathie für das Unternehmen nach außen tragen. Alle Unternehmensebenen sind dabei miteinzubeziehen, beispielsweise in Form von Mitarbeiterumfragen oder durch viel Kommunikation und Austausch zwischen den Personalebenen. Dieser kann natürlich auch über Social Media oder E-Mail-Austausch gefördert werden. Dazu zählt auch, den eigenen Mitarbeitern intern Aufstiegschancen zu ermöglichen und diese auch aufzuzeigen. Auch eine angenehme Arbeitsatmosphäre, beispielsweise im Sinne einer flexiblen Arbeitsplatzgestaltung, ist elementar. Das Erfragen von Kündigungsgründen bei ehemaligen Mitarbeitern hilft meist auch dabei, die richtige Employer Branding Strategie zu entwickeln und das Unternehmen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die ständige Kommunikation sowohl intern als auch extern, ist bei der Mitarbeitergewinnung essentiell und stellt für das Marketing eine entscheidende Maßnahme dar. Eine positive Wahrnehmung des Personals gegenüber der Corporate Brand ist dadurch gesichert.

Eine weitere Maßnahme betrifft das externe Employer Branding. Um die Aufmerksamkeit der Bewerber-Zielgruppe auf das Unternehmen zu locken und den Arbeitgeber als starke Employer Brand zu identifizieren ist ein starker Auftritt in die Öffentlichkeit ein Muss. Hier gilt es, sowohl digital als auch lokal aktiv zu sein. Die Arbeitgebermarke sollte daher eine gepflegte Karrierewebsite besitzen, auf der der potenziellen Zielgruppe alle wesentlichen Fragen zur Stellenanzeige beantwortet werden. Dazu gehören auch Benefits für die Mitarbeiter, wie zum Beispiel die Work-Life-Balance, Fortbildungsmöglichtkeiten, das Betriebsklima, etc.. Mit diesen Faktoren punktet man sicherlich beim Recruiting nach qualifizierten Mitarbeitern und die Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeiter ist  garantiert. Der Social Media Auftritt ist jedoch nicht weniger zu beachten, da es bei der Mitarbeitergewinnung heutzutage eine ebenso wichtige Rolle spielt. Dadurch lässt sich die Kundenbindung stärken, aber auch beim Personalmarketing entscheidende Maßnahmen treffen. Ziel sollte es jedoch sein, durch die sozialen Netzwerke die Unternehmensmarke als die Employer Brand zu präsentieren, indem die Unternehmenskultur für User transparent wird und bestmöglich eine emotionale Bindung hergestellt wird.

Lokal kann das Employer Branding durch Events, jedoch besonders durch die Unterstützung von sozialen Projekten spürbar gestärkt werden. Promotion über Social Media bietet sich hier natürlich hervorragend an.

Dennoch muss bei allen Maßnahmen die festgelegte Zielgruppe berücksichtigt werden. Ein Bewerber, der bereits Berufserfahrung vorweisen kann und sich in der Familienphase befindet, fühlt sich höchstwahrscheinlich mehr angesprochen, wenn er Möglichkeiten zur Vereinbarkeit mit Beruf und Familie in Anspruch nehmen kann, als das bei einem Berufsstarter der Fall ist. Er wird wohl mehr von Weiterbildungsmöglichkeiten profitieren. 

Wie sieht denn so ein Employer Branding Prozess aus?

Der gesamte Prozess des Employer Brandings lässt sich in vier entscheidende Schritte untergliedern, die den Weg zur perfekten Arbeitgebermarke enorm erleichtern. Zu Beginn muss der aktuelle Ist-Zustand durch eine präzise Datenerhebung aus interner und externer Hinsicht analysiert werden. Dabei muss auch der Wettbewerb berücksichtigt werden. In der zweiten Prozessphase sollte dann eine klare Positionierung des Unternehmens stattfinden. Konkrete Zielsetzungen für das Employer Branding, das Leitbild und die Werte als Arbeitgebermarke, sowie die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie werden in dieser Phase definiert. Anschließend gilt es alle Strategien und Maßnahmen umzusetzen und diese intern und extern zu kommunizieren. Controlling und Monitoring ist die vierte und letzte Prozessphase. Durch die sich kontinuierlich verändernden Marktbedingungen, aber auch internen Entwicklungen ist es notwendig, bei Bedarf Maßnahmen anzupassen. Bei gut durchdachter Umsetzung aller Phasen, steht einem erfolgreichen Employer Branding nichts mehr im Weg.

Wieso ist die Authentizität als attraktiver Arbeitgeber dabei so wichtig?

Gerade bei der gezielten Mitarbeitergewinnung muss die Arbeitgebermarke glaubwürdig sein und darf keine leeren Versprechungen abgeben. Denn um die besten Mitarbeiter für sich zu gewinnen, zählt Authentizität an erster Stelle. Das bedeutet auch keine Wunschgedanken nach außen zu tragen, wenn diese nicht der Realität entsprechen. Dies führt mehr zu Verärgerung bei den potenziellen Kandidaten, als zu einem erfolgreichen Employer Branding mit der Marke.

Employer Branding ist ein stetiger Prozess, der viel Zeit und Empathie mit sich bringt. Gleichermaßen eine hervorragende Strategie, um sich als Top-Marke zu etablieren und neue Wege als mitarbeiterorientiertes B2B-Unternehmen einzuschlagen. Falls Ihnen die Umsetzung schwerfällt, können Sie auch jederzeit eine Agentur hinzuziehen oder uns persönlich kontaktieren.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie wir Sie bei der Kommunikation rund um Ihr Employer Branding unterstützen können?

Es gibt viele Arten über Employer Branding zu sprechen, vielleicht ja auch durch den Magen? Fragen Sie uns nach unserem Foodtruck oder lassen Sie sich von unserem Team und unseren vielfältigen Content Ideen inspirieren. 

Schreiben Sie uns einfach an digitalmarketing@mi-verlag.de 

Ihr MiMM-Team